Anzeichen für einen Seitensprung frühzeitig erkennen

Seitensprung – an welchen Anzeichen man Untreue erkennen kann

Wenn man in einer Beziehung lebt, in der man sich gegenseitig vertraut, ist das wunderschön, doch was ist, wenn das Vertrauen missbraucht wird? Was ist, wenn man glaubt, dass der andere vielleicht doch untreu geworden ist? Welche Anzeichen für Untreue gibt es, wie kann ich einen Seitensprung meines Partners erkennen?

Seitensprung tut weh

Wer seinem Partner vertraut und auch nur das Gefühl hat, hintergangen zu werden, ist meist verletzt. Schon das Gefühl zu haben, dass der andere (unabhängig vom Geschlecht) einen betrügt, ist für viele ein sehr schmerzliches Gefühl. Weil wir wissen, dass die Kenntnis von einem Seitensprung weh tut und wir uns dann verletzt und ausgenutzt fühlen, tendieren manche dazu, erste Anzeichen für einen Seitensprung zu ignorieren – getreu dem Motto „Was ich nicht weiß, tut mir auch nicht weh“. Langfristig ist dieses Leugnen erster Anzeichen aber keine gute Strategie, da immer unterschwellig Misstrauen in der Beziehung mitschwingt und diese dann belastet. Wenn man erste Anzeichen für einen Seitensprung bemerkt, ist es oft das Beste, das zu hinterfragen, bevor man sich vom Partner Liebe vorheucheln lässt, die gar nicht mehr da ist.

Typische Anzeichen für Seitensprung

Das typische Anzeichen für einen Seitensprung gibt es nicht, aber eine Vielzahl von Anzeichen, die darauf hindeuten können. Aber: Keines von ihnen ist ein hinreichendes Kriterium, welches für sich allein schon zwangsweise bedeutet, dass der Partner fremdgeht. Aber es sind Anzeichen dafür, dass der Partner fremdgehen könnte. Je mehr von diesen Anzeichen zusammenkommen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er es wirklich tut.

Was auf einen Seitensprung hindeuten könnte:

  •  Der Partner macht deutlich häufiger als früher abends Überstunden, hat abendliche „Geschäftsessen“ oder geht vermehrt auf „Geschäftsreisen“, was er zuvor nicht getan hat.
  •  Plötzlich kommen vom Partner neue Sexualpraktiken beim Geschlechtsverkehr ins Spiel
  •  Der Partner regt an, dass man sich doch mal wieder allein mit alten Freunden treffen solle oder etwas unternehmen soll
  •  Der Partner ist in letzter Zeit besonders freundlich und rücksichtsvoll und bringt überdurchschnittlich häufig Geschenke mit
  •  Das sexuelle Verlangen hat deutlich nachgelassen oder aber der Partner will deutlich mehr Sex
  •  Der Partner geht zum Telefonieren raus oder telefoniert heimlich
  •  Der Partner legt beim Telefonieren schnell auf, wenn wir reinkommen
  •  Das Handy ist plötzlich längere Zeit ausgeschaltet oder Akku angeblich immer häufiger leer
  •  Der Partner legt sich ein zweites Handy zu
  •  Der Partner verbringt deutlich mehr Zeit allein vor dem Computer
  •  Der Partner hat plötzlich eine neue Email-Adresse
  •  Das Telefon klingelt und wenn man dran geht, wird aufgelegt
  •  Der Partner fängt plötzlich an, einen Körperkult zu betreiben, den er vorher nicht betrieben hat, benutzt z.B. neuerdings Parfum, geht zur Maniküre oder geht gar ins Fitnessstudio
  •  Der Partner ist überdurchschnittlich häufig abweisend oder gar mies gelaunt
  •  Der Partner meidet den direkten Blickkontakt
  • Der Partner trifft sich angeblich deutlich häufiger mit Freunden allein
  • Der Partner schlägt vor, dass beide einmal allein verreisen sollten
  • Gemeinsame Freunde verhalten sich merkwürdig und tuscheln, wenn man als Paar dort auftritt

Wie gesagt: Für alle diese Veränderungen kann es auch eine natürliche Begründung geben, die gar nichts mit einem Seitensprung zu tun hat, weil der Partner z.B. in der Firma einen neuen Chef oder Kollegen bekommen hat, sodass er sich ggf. mehr ins Zeug legen muss.

Aufpassen

Kein grenzenloses Vertrauen – Vorwände überprüfen – Seitensprung ausschließen

Das Beste ist natürlich, wenn man seinem Partner grenzenlos vertrauen kann und auch seine Begründungen für plötzliche Verhaltensänderungen nicht hinterfragen muss. Kommen aber mehrere der o.a. Anzeichen für einen Seitensprung zusammen, also kommt er abends immer später nach Hause und er geht zum Telefonieren plötzlich aus dem Zimmer, dann könnte es an der Zeit sein, den Finger in die Wunde zu legen.

In einer funktionierenden Partnerschaft spricht man einfach darüber, aber nicht mit „Du Schwein betrügst mich“, sondern mit Sätze wie „Mir fällt auf, dass Du immer später aus dem Büro kommst und zum Telefonieren neuerdings andere Räume aufsuchst – muss ich mir da Gedanken machen?“

Ein treuloser Partner wird im Regelfall dann immer noch lügen und sich etwas zurechtbiegen. Nur ein kleiner Prozentsatz der Betrüger und Personen, die sich im Seitensprung üben, ändert dadurch sein Verhalten und beendet den Seitensprung. ES bleibt einem oft nichts anderes übrig, als den vermeintlichen „Seitenspringer“ einmal auf einen möglichen Seitensprung hin zu überprüfen. Bevor man das tut, sollte man aber in sich gehen und sich fragen, ob das wirklich nötig ist, weil es einen innerlich zermürbt und auffressen kann. Vertrauen geht einfacher als Misstrauen.

Macht er/sie wirklich Überstunden oder hat er/sie einen Seitensprung?

Ob der Partner Überstunden im Büro macht, ist leicht herauszufinden:

  1. Man ruft abends im Büro unter einem Vorwand an und kann so herrlich überprüfen, ob er wirklich noch im Büro sitzt. Auf Geräusche, die auf eine Anrufweiterschaltung hindeuten, sollte man allerdings achten. Macht auch nur Sinn, wenn man ihn auf seinem Büro-Festnetz-Telefon anruft und nicht auf seinem Handy. Als Vorwand könnte man z.B. „Du ich mach gerade eh eine Pizza für mich…soll ich auch eine für Dich mit in den Ofen schieben oder wird es noch später“… nutzen. Das darf man nicht jeden Tag machen, sonst fällt es auf.
  2. Einfach mal den Partner vorm Büro abholen – ohne es ihm zu sagen, – dazu stellt man sich unauffällig in die Nähe des Büroausgangs, wo der Partner üblicherweise herauskommt, aber so, dass er es nicht gleich sieht… kommt er da den ganzen Abend nicht raus…und behauptet später, im Büro gewesen zu sein, wird es eng…

Wer voller Misstrauen dem Partner gegenüber ist und bereits mehrere Anzeichen für einen Seitensprung entdeckt hat, sich seiner Sache aber nicht sicher ist und wiederum zunächst keine Agentur beauftragen möchte, könnte eine, am besten entfernte Bekannte fragen, ob sie einmal den „Treuetest“ machen würde. Mit ein bisschen Fantasie wird man sicher schnell eine Idee haben, wie dieser Test aussehen könnte. Hier gibt es bestimmt unzählig viele Möglichkeiten. Natürlich darf der Partner diese Person nicht kennen. Eine einfache Idee, könnte sein, mit dem Auto vor dem Büro zu warten und eine Autopanne vorzutäuschen. Der „Fremdgeher“ wird ihr sicher gerne hilfreich zur Seite stehen, denn wer lässt schon eine Dame allein mit ihrem defekten Auto. Das ist doch Männersache. Die Bekannte könnte versuchen ein Date abzumachen, da sie sich ja unbedingt erkenntlich zeigen möchte. Sicher ist es keine sichere Methode, aber wenn der Mann sofort darauf anspringt, könnte es doch schon ein Indiz dafür sein, dass der Partner es nicht so genau nimmt mit der Treue bzw. sich schnell hinreißen lässt. Die Verabredung findet dann in einem vorher abgesprochenen Restaurant statt und die Bekannte wird versuchen den Partner „anzumachen“ und dann plötzlich, vielleicht schon in einer eher unangenehmen Situation, stößt man ganz zufällig dazu. Ist man eine starke Persönlichkeit und kann diese Rolle gut spielen begibt man sich auch in dieses Restaurant und setzt sich mit an den Tisch, aber ohne eine Szene zu machen. Ein Einfaches „Oh Schatz, dass ich Dir hier treffe, trifft sich gut, ich wollte eh gerade eine Kleinigkeit essen gehen…ich darf mich doch sicher dazu setzen – was kannst Du denn hier empfehlen?“. Wer da ruhig und besonnen agiert, wird den anderen völlig perplex hinterlassen und in den Erklärungsmodus versetzen.

Wenn man sich dann noch dem Seitensprung mit „Ich bin Gaby, die Frau von Manfred, kennen wir uns?“ freundlich vorstellt, hat man Stil bewiesen. Der Seitensprung wird im Regelfall so perplex sein, dass der eigene Name genannt wird…

Anschließend sollte allerdings mit dem Partner ein ausführliches Gespräch erfolgen.

Mit einem Detektiv-Büro auf Seitensprung und Untreue überprüfen

Das Bequemste ist sicherlich, ein Detektivbüro zu beauftragen, welches den Partner überprüft. Hier muss man allerdings zunächst die Spreu vom Weizen trennen und ein seriöses und gutes Detektivbüro beauftragen, die unauffällig agieren und nicht auf der Parkbank vor dem Arbeitsplatz des Partners mit einem Fernglas sitzen.

Je nach Detektei und Aufwand können hier Kosten von bis zu 1.000,– bis 3.000,– Euro pro Tag / Observationsteam entstehen, das sollte vorher mit dem Detektivbüro vereinbart werden.

Ein Detektivbüro sollte man nur dann einschalten, wenn man bereits mehrere Anzeichen für einen Seitensprung bemerkt hat, aber noch das letzte Stückchen Sicherheit braucht.

Ein Detektivbüro bringt dann ggf. schnell Beweisfotos von turtelnden Pärchen beim Italiener oder küssenden Liebenden im Park oder eben auch den Beweis tatsächlicher Überstunden im Büro.

Ist etwas anders?

Freunde und Bekannte hinterfragen

Oft ist es bei Seitensprüngen so, dass viele davon wissen, nur der gehörnte Partner nicht. Freunde des untreuen Partners wissen häufig davon, schweigen aber mit schlechtem Gewissen. Oft müssen auch Freunde für ein Alibi herhalten. Statt mit der Motorradclique auszufahren – wie vorgegeben – ist der Partner dann mit einem Seitensprung in einem romantischen Restaurant essen oder macht einen Spaziergang am Flussufer. Hier hilft nur ein häufiger Kontakt zu den Freunden: Einfach mal dort anrufen, wenn der Partner gerade mit ihnen unterwegs sein soll, – sich dazu einen Vorwand ausdenken, der schlüssig klingt. Wenn man dann öfters auf Ausflüchte, Überraschung oder gar Unwissen trifft „Ne Du, der xyy ist gerade nicht hier“, weiß man schnell Bescheid, dass irgendwas im Argen liegt und muss der Angelegenheit weiter auf den Grund gehen. Viele Freunde stellen sich gerne für ein Alibi zur Verfügung, aber oftmals nur 1-2x. Wenn das dann öfter hinterfragt wird, wollen die meist auch nicht mehr für das üble Spiel herhalten.

Manchmal hilft auch ein „Prima Schatz, da komme ich gerne mit – möchte auch mal an so einer Motorradtour teilnehmen“ – da darf man gespannt auf die Reaktion sein.

Affären brauchen Zeit – das sicherste Anzeichen für Untreue

Wer einen Seitensprung begeht, braucht vor allen Dingen eines dafür: Zeit. Zeit, die man dem betrogenen Partner abknapsen muss. Dazu werden häufig Dinge erfunden, die es gar nicht gibt, z.B. neue Arbeitskollegen oder ein neues Hobby. Sport mit Freunden wird genauso gerne vorgeschoben wie Überstunden im Büro wegen dem neuen Arbeitskollegen oder dem neuen Chef. Manchmal werden auch häufigere Fitness-Studio-Besuche vorgeschoben. Hier muss man genau überprüfen, ob das Gesagte des Partners mit seinem Verhalten übereinstimmt:

  • Ist nach seinen angeblichen Fitness-Studio-Besuchen auch verschwitzte Sportkleidung in der Tasche oder das T-Shirt und Handtuch noch genauso gefaltet und sauber wie vor dem angeblichen Fitness-Studio-Besuch?
  • Sind seine Freunde tatsächlich nicht zuhause, wenn der Partner mit ihnen angeblich Squash spielt. Ein einfacher Anruf bei den Freunden zuhause entlarvt die Lüge schon.
  • Wissen die Arbeitskollegen, die man schon kennt, von dem neuen Kollegen, der angeblich da ist oder dem neuen Chef, der so viele Überstunden fordert. Bei nächster Gelegenheit sollte man es arrangieren, dass man bekannte Arbeitskollegen beiläufig trifft und dazu – beiläufig – befragt „Und wie kommst Du so mit dem neuen Chef zurecht?“ – wenn dann ein „Welcher neuer Chef?“ zurückkommt, weiß man Bescheid.

Seitensprung verändert Sexualverhalten

Ein Seitensprung verändert fast immer das Sexualverhalten in der bestehenden Partnerschaft. Hier kann das Pendel in zwei Richtungen ausschlagen:

  • Entweder der Partner will auf einmal neue Sexualpraktiken oder macht Dinge, die er jahrelang nicht gemacht hat oder
  • Der Partner zieht sich zurück und will weniger Sex und zieht sich als Begründung z.B. vor den Computer zurück, wo er noch etwas arbeiten müsse

Eine deutliche Änderung im Sexualverhalten – ist zusammen mit anderen Anzeichen – ein gutes Indiz für eine hohe Seitensprung-Wahrscheinlichkeit.

Erlebt man plötzlich ein geändertes Sexualverhalten, sollte man überprüfen, ob noch andere Anzeigen für einen möglichen Seitensprung zu verzeichnen sind, was in der Addition dann ein deutliches Signal für einen tatsächlichen Seitensprung sein könnte.
Neue Stellungen beim Sex, ungewöhnliche Orte für Sex und neue Vorlieben – all das kommt oft nicht von ungefähr.

Plötzlich geändertes Körperpflege-Verhalten als Zeichen für einen Seitensprung

Plötzlich geänderte Körperpflege-Methoden sind häufig ein Zeichen für einen Seitensprung, wenn sie mitten in einer Beziehung nach Jahren geändert werden. Aufmerksam werden sollte man z.B., wenn der Partner:

  • Statt Drogeriemarkt-Rasierwasser plötzlich täglich teures Parfum aufträgt
  • Der Partner sich deutlich häufiger duscht als vorher, gerne auch nach dem „Geschäftstermin“
  • Der Partner sich plötzlich unter den Armen oder im Schambereich rasiert, was er vorher nicht oder nicht so häufig gemacht hat
  • Der Partner sich deutlich häufiger oder auffälliger schminkt als zuvor
  • Der Partner seine Vorlieben bei der Unterwäsche wechselt und statt mit Feinripp mit dem Tanga ins Büro geht
  • Der Partner sich plötzlich Beine oder Brust rasiert, was vorher nicht passiert ist

Hier muss man hellhörig werden. Niemand verändert jahrelang liebgewonnene Gewohnheiten von allein – hier gibt es häufig einen externen Anlass und das könnte ein Seitensprung sein, der andere Anforderungen stellt oder für den man besonders glänzen möchte.

Seitensprung-Indikator Nr. 1: Handy, Tablet oder Emails

Der sicherste Indikator für einen Seitensprung ist oft das Handy oder Smartphone. Wer einen Seitensprung hat, kommuniziert auch mit diesem. Selbst, wenn der Fremdgeher dies oft nicht will, so wird der oder die Geliebte immer wieder den Drang haben, über das Handy zu kommunizieren. In einer funktionierenden Partnerschaft kann der Partner sich beruhigt in Facebook- oder WhatsApp-Profile des Partners einloggen und wird dort nichts entdecken. In einer funktionierenden Partnerschaft ist dies aber gar nicht nötig, da beide Partner Vertrauen haben und dies auch nicht missbrauchen. Bei einem Seitensprung missbraucht aber ein Teil der Partnerschaft das empfangene Vertrauen und dies kann man am ehesten im Handy feststellen. Bereits der Umgang mit dem Handy/Smartphone verändert sich häufig bei einem Seitensprung:

  • Schaltet der Partner plötzlich das Handy immer aus, wenn er zuhause ist?
  •  Nimmt der Partner plötzlich das Handy mit aufs Klo und es kommt zu längeren „Sitzungen“ mit Handy, die es vorher nicht gegeben hat?
  •  Nimmt der Partner Anrufe plötzlich nicht mehr entgegen oder drückt sie weg?
  •  Gibt es plötzlich SMS oder Nachrichten-Gepiepse am Abend, was es vorher nicht gab?
  • Lässt der Partner das Handy plötzlich nicht mehr unbeobachtet und eingeschaltet in der Wohnung liegen?
  •  Hat der Partner plötzlich ein Zweithandy?
  • Hat der Partner plötzlich eine neue Email-Adresse?
  • Löscht er eingehende Mails und Nachrichten plötzlich sofort?

Hier hilft nichts anderes als das Überprüfen seines Handys. Einfach mal draufschauen, wenn wieder eine Nachricht eingeht. Entweder so, dass der Partner es nicht merkt oder auch ganz bewusst „Sag mal, wer piept Dich eigentlich da dauernd an?“ und nach seinem Handy greifen. Hat der Partner nichts zu verbergen, wird er das Handy bereitwillig übergeben. Weigert sich der Partner und macht womöglich noch Vorwürfe, dass man kein Vertrauen habe, riecht das förmlich nach Seitensprung und weitere Überprüfungsmaßnahmen sind notwendig.

Teilgeständnisse sollen den großen Seitensprung verbergen

Manche Betrüger sind auch so dreist, dass sie von Teilen des Seitensprungs berichten, allerdings in einer harmlosen Variante…“Du, die haben mir da eine neue Kollegin aufs Auge gedrückt….die braucht ganz schön lange, bis die alles versteht und ich armer Tropf muss der alles erklären…“ o.ä.

So kann der seitenspringende Fremdgeher ggf. auch mal ein Abendessen mit der angeblichen „Nur-Kollegin“ begründen, ohne gleich aufzufallen.

Kommt dies öfter vor, hilft hier nur ein Griff in die Vollen: Einfach mal vorschlagen, dass man sich auch mal zu Dritt treffen könnte…wäre doch schön, wenn man der neuen Kollegin mal die Landschaft in der neuen Stadt zeigt und sich bei einem gemeinsamem Essen näher kennenlernt. Wird abgelehnt, sollten alle Alarmglocken angehen und weitere Überprüfungsmaßnahmen gezogen werden. Überdies sollte man hinterfragen, warum der Partner dies nicht möchte. Fängt der Partner an zu stottern oder wird rot bei der Antwort, hat man gleich das nächste Indiz für einen Seitensprung.

Ist der Partner auf einmal unglaublich großzügig – ein Seitensprung soll verdeckt werden

Hat der Partner früher noch hinterfragt, ob man schon wieder eine neue Hose braucht und animiert nunmehr, doch mal wieder eine ausgedehnte Shopping-Tour mit der Freundin zu machen und sich was Neues zu kaufen, sollte man den Sinneswandel hinterfragen. Häufig will der fremdgehende Partner so sich entweder Zeit für sich und den Seitensprung erkaufen oder aber eigene höhere Ausgaben kaschieren.

Gleiches gilt, wenn plötzlich dazu animiert wird, mit Freunden oder Freundinnen doch auch mal allein ein paar Tage zu verreisen. Das hat häufig nur den Grund, dass der betrügende Part nur mehr Zeit für sich und den Seitensprung haben will. Mehr Zeit, wo er sicher sein kann, dass seine längere Techtelmechtel nicht auffallen.

Oder der fremdgehende Partner will nur sein Gewissen beruhigen und animiert dazu, dass sich der Partner auch mal etwas gönnt. Plötzliche großzügige Geschenke sind ebenso verdächtig wie ein Animieren, doch mehr Geld für Shopping oder Reisen mit Freunden auszugeben. Hier stimmt meistens etwas nicht.

Wer vorher nicht großzügig war, sondern die Ausgaben fest im Blick hatte, wird nicht plötzlich seine Lebensweise ändern.

Partner tastet sich fragend um mögliches Verständnis für Seitensprung vor

Spätestens dann, wenn der Partner anfängt, Fragen zu stellen, wie man denn wohl auf einen Seitensprung reagieren würde, sollten alle Alarmglocken angehen. Dies ist meist die Vorstufe zum vollen Geständnis. Vielleicht hat der Partner sich auch schon mit dem Gedanken befasst, den Seitensprung einzuräumen, will aber den eigentlichen Partner nicht verlieren. Dann werden im Vorfeld häufig Fragen gestellt, mit denen sich der fremdgehende Partner vortasten will, mit welcher Reaktion seitens des gehörnten Partners wohl zu rechnen ist.

Wer auf solche Fragen mit „Dann kannst Du gleich Deine Sachen packen und gehen“ antwortet, wird nie ein Geständnis erhalten. Zielführender sind Antworten wie „Muss man halt drüber reden, wenn es nur um ein bisschen Rein-Raus ging und man das beendet, sollte man damit in einer Partnerschaft fertig werden“. Dann sollte man schweigen und nicht weiterreden, um dem anderen die Möglichkeit zu geben, zu gestehen oder sich weiter vorzutasten.

Seitensprung: Oft hin- und hergerissen

Wer einen Seitensprung begeht, ist oft hin- und hergerissen und will keinem wehtun. Dem eigenen Partner nicht und dem Geliebten oder der Geliebten auch nicht. Als Konsequenz wird ein solches Seitensprung-Verhältnis oft über lange Zeiten beibehalten: Dem Seitensprung vermittelt man den Eindruck, dass die Beziehung ohnehin nicht mehr so großartig laufe und eh bald zu Ende ist und dem Partner spielt man heile Welt vor. Auf Dauer belastet das aber alle Beteiligten und irgendwann platzt die Bombe ohnehin.
Eigentlich sind dann viele dankbar, wenn die Bombe platzt, – dann hat das Versteckspiel ein Ende. Die dauernden Ausreden und Alibi-Konstruktionen sind ja auch anstrengend und nervenraubend. Das schlechte Gewissen plagt den Betrüger häufig. Die Frage, die sich stellt, ist nur: „Zu wem wechselt der seitenspringende Partner dann: zum Seitensprung oder zum eigentlichen Partner“.

Wer also bemerkt, dass er einen seitenspringenden Partner hat, sollte sich besonders bemühen, in interessant für den betrügenden Part zu erscheinen. Sich nicht gehen lassen, interessant anziehen und abwechslungsreiche Pläne für die Freizeitgestaltung präsentieren. Desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man das Rennen zwischen Seitensprung und Beibehalten der Partnerschaft gewinnt.

Seitensprung: Auch an körperlichen Spuren feststellbar

Oft sind Seitensprünge auch körperlich feststellbar. Wer längere Zeit einen Seitensprung hat, bei dem kann ein aufmerksamer Partner dies auch sehen. Häufig treten die folgende Zeichen auf:

  • Knutschflecken am Hals
  • Lippenstift am Kragen
  • Kratzspuren von Fingernägeln am Rücken
  • Fremde Haare im Reißverschluss oder Gürtelschnalle
  • Spermaspuren in der Unterhose
  • Fremde Gerüche am Partner – vom Parfüm/Aftershave des Seitensprungs

Dazu gibt es auch andere Anzeichen, die physisch feststellbar sind:

  • Hotelrechnungen im Sakko/Jacke/Hase
  • Restaurantquittungen in der Tasche
  • Vermehrte Geldabhebungen vom Konto
  • Leere Kondomhüllen in der Jacke/Hose

Hinterfragt man dies dann, kommen fadenscheinige Begründungen, die häufig bereits einer ersten Überprüfung nicht standhalten. Stehen auf der Hotelrechnungen zwei Frühstück-Berechnungen wird die Behauptung, dass er allein auf Geschäftsreise war, kaum zu halten sein. Zahlt er die angeblich dienstlich veranlasste Restaurantrechnung nicht mit seiner Firmenkreditkarte, sondern privat, hat das auch einen bitteren Beigeschmack.

DNA-/DNS-Test zum Untreue-Beweis

Hartgesottene Betrogene in einer Beziehung greifen auch zum DNA- oder DNS-Test. Damit kann man belegen, dass bestimmtes Gen-Material weder von einem selbst noch vom Partner ist. Finden sich z.B. im heimischen Aschenbecher auf einmal Zigarettenkippen, die mit Lippenstift versehen sind und nicht die Marke des Partners oder die eigene präferierte Marke darstellen, der Partner behauptet aber, dies selbst geraucht zu haben, kann man auch Zigarettenstummel auf DNA/DNS untersuchen lassen.

Gleiches gilt z.B. für Unterhosen, in den man Spuren fremder Körperflüssigkeiten vermutet. Fremdes Scheidensekret in Männerunterhosen ist genauso verräterisch wie Sperma in Frauenunterwäsche. Beides kann man einsenden an Institute, die DNS-/DNA-Untersuchungen machen, legt dazu eigene und die Haare des Partners und dann kein Abgleich gemacht werden. Ist das Ergebnis, dass eine dritte Person für die Körperflüssigkeiten oder andere Spuren verantwortlich ist, hat man auch einen wissenschaftlichen Beweis für das Fremdgehen.

Hier wird dann ein Herumlavieren und das Suchen von Ausreden schwer für den Fremdgeher.

Ein solcher Test sollte ggf. als letzte Maßnahme greifen, wenn man es amtlich haben möchte, dass der Partner fremdgeht. Auch hier müssen rechtliche Vorgaben im jeweiligen Land eingehalten werden.

Nicht alles, was möglich ist, ist auch erlaubt. Auch wenn vieles, was möglich ist, eindeutige Beweise liefert.

Treuetest-Agenturen zur Seitensprung-Festigkeit des Partners

Am Markt gibt es auch Treuetest-Agenturen, die den Partner auf Treue testen. Die meisten Treuetest-Agenturen werben damit, dass sie die Treue des Partners untermauern wollen, – sind aber tatsächlich gut geeignet, auch die Tendenz zur Untreue zu untermauern. Treuetest-Agenturen setzen sogenannte Treuetester, bzw. Treuetesterinnen ein, um festzustellen, ob der eigene Partner wirklich treu ist.

So kann man z.B. eine Treuetesterin auf den eigenen Ehemann ansetzen, um festzustellen, ob er schwach wird, wenn ihn eine Frau anflirtet. Oder ob er nach dem Motto „Gelegenheit macht Liebe“ die erstbeste Fremdgeh-Möglichkeit nutzt, um den eigenen Partner zu betrügen. Sollte der Partner den Treuetest bestehen und nicht auf die Versuchung eingehen, muss er gar nicht erfahren, dass getestet wurde. Im anderen Fall wird ein Treuetester den Vorgang abbrechen und sich ggf. mit einer Ausrede aus der Affäre ziehen, wenn der Fall eindeutig werden scheint. Treuetests können auf vielfältiger Basis vonstattengehen: Von Emails mit der Bitte um Kontaktaufnahme bis zu scheinbar zufälligen Treffen im Supermarkt, auf der Arbeit oder beim Verlassen des Arbeitsplatzes. Treuetest-Agenturen sind da flexibel und einfallsreich. In einer funktionierenden harmonischen Partnerschaft mit ehrlichen Partnern wird ein Treuetest immer so ausgehen, dass der Getestete rechtzeitig die Reißleine zieht und sich nicht auf Abwege begibt.

Mit den Treuetest-Agenturen lässt sich das Verhalten des Treuetesters im Vorfeld abstimmen, also z.B. auch, inwieweit der Treuetester provozieren oder reizen soll. Eine Treuetest-Agentur darf man aber nicht mit einem Escort-Service vergleichen. Die Treuetester kommen üblicherweise aus einer völlig anderen Region als die zu testende Person, sodass zufällige Vorkenntnis der zu testenden Person unwahrscheinlich ist und man sich später vermutlich auch nie wieder begegnet. Treuetester, die auf Untreue testen, um die Bereitschaft zu einem Seitensprung abzufragen, sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und geben nur ihrer Agentur und dem Auftraggeber Auskunft.

Untreue ist der häufigste Trennungsgrund

Bevor man Maßnahmen ergreift, um herauszufinden, ob der Partner untreu ist, sollte man darüber nachdenken, was man wohl macht, wenn sich der Untreue-Verdacht bestätigt. Will man dann den Partner verlassen, die Beziehung auflösen? Hält man die Beziehung weiter aus, wenn man weiß, dass der Partner mindestens einmal Untreue bewiesen hat? Wie geht man mit dem Seitensprung um?
Kulturübergreifend ist Untreue der häufigste Trennungsgrund bei heterosexuellen Paaren. Das liegt daran, dass der betrogene Partner es oft nicht weiter in der Beziehung aushält und glaubt, einen Anspruch zu haben, den Partner für sich allein zu besitzen. Aber auch daran, dass man sich ausgenutzt fühlt und Vertrauen ausgenutzt wurde.

Männer und Frauen betrachten Untreue anders

Während Männer häufig körperliche Untreue der Partnerin absolut verwerflich finden und die Frau als Sexualpartner für sich alleine haben wollen, ist für Frauen eine emotionale Untreue oft schwerwiegender, also eine grundsätzlich enge Beziehung und emotionale Hingezogenheit des Partners zu der Geliebten.
Untreue wird selten verziehen

Auch in einer scheinbar noch so modernen Gesellschaft wird Untreue faktisch selten so richtig verziehen. Es bleibt immer eine innere Verletzung und häufig kommt es auch zu Trennungen. Ein Wissenschaftsteam an einer norwegischen Universität (NTNU) wertete Befragungen von 92 Teilnehmern zu Untreue und dem möglichen späteren Verhalten aus: Die meisten Befragten gaben an, dass man Untreue wohl nicht verzeihen werde – unabhängig davon, wie diese im Einzelfall ausgestaltet war. Am ehesten noch wird Untreue verziehen, wenn der betrügende Partner die Schuld eingesteht und sich deutlich vom Seitensprung distanziert.
Bevor man also einen Seitensprung begeht und sich der Untreue hingibt, sollte man sich der Konsequenzen bewusst sein: Der Partner wird dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie vergessen, einem immer wieder auf das Brot schmieren und es kann tatsächlich zur Trennung führen.

Treue und nicht Untreue wird erwartet

In westlichen Gesellschaften erwarten zwischen 60 und 100% der Befragten in Umfragen Treue in einer Partnerschaft und damit monogames Verhalten, dies zeigen alle Studien, die in Europa und USA gemacht worden sind, – in einer Umfrage des Instituts Allensbach erwarteten 70% der Befragten Treue – als die wichtigste Eigenschaft eines idealen Lebensbegleiters.

Untreue tritt bei Männern häufiger auf als bei Frauen

Erstaunlich ist, dass Untreue bei Männern statistisch häufiger aufzutreten scheint als bei Frauen, dies geben jedenfalls alle Umfragen wieder. Auch in den USA, wo jährlich eine „General Social Survey“ gemacht wird, geben 25 bis 50% der Männer an, in ihrem Leben schon einen Seitensprung in der Ehe gehabt zu haben, während dies nur bei 15 bis 25% der Frauen der Fall ist. Auch bei der Nachfrage nach einem Seitensprung in den letzten 12 Monaten liegen die Werte bei Männern doppelt bis dreimal so hoch wie bei Frauen. Bis zu 12% der Männer gaben an, in den letzten 12 Monaten in einer Ehe untreu gewesen zu sein.

Wahrscheinlichkeit, im Leben einen Seitensprung zu begehen

Auch die Untreue-Wahrscheinlichkeit, also die Wahrscheinlichkeit, im gesamten Leben einmal untreu zu werden, ist bei Männern deutlich größer als bei Frauen. Bei Männer liegt sie – je nach Auswertung zwischen 21 und 25%, während sie bei Frauen nur zwischen 11 und 16% liegt. Vereinfacht gesagt:
Jeder vierte Mann geht einmal im Leben fremd.

60% aller Seitensprünge fallen auf

Nach Studien ist davon auszugehen, dass rund 60% aller Seitensprünge irgendwann ans Tageslicht kommen und auffallen. Eine dauerhaft erfolgreiche Strategie, einen Seitensprung geheim zu halten, gibt es also eher selten. In den meisten Fällen kommen die betrogenen Partnern dem Seitenspringer selbst auf die Schliche, nur rund 25% der Betrüger beichten von sich aus. In rund 20% sorgt Kommissar Zufall für das Auffliegen des Seitensprungs

Seitensprung ist selten einmaliger Ausrutscher

In den meisten Fällen ist ein Seitensprung auch kein einmaliger Ausrutscher, – auch wenn das der betrügende Part so darstellen will. Die weitaus meisten Fremdgeher haben Affären, die mehr als einen Monat dauern und von mehrmaligen Treffen geprägt sind. Bei rund 25% der Fälle dauern solche Affären mehr als 6 Monate.

Wann finden die meisten Seitensprünge statt?

Es ist nicht etwa das verflixte siebte Jahr einer Beziehung, in dem die meisten Seitensprünge stattfinden, sondern das Risiko für Seitensprünge steigt laut einer Studie der Universität Göttingen schon nach dem dritten Beziehungsjahr messbar an. Beruhigend: Wenn man 10 Jahre mit einem festen Partner zusammen ist, sinkt das Seitensprung-Risiko.

Männer betrügen Frauen besonders häufig während der Schwangerschaft (fünfmal so häufig wie sonst). Frauen sind am empfänglichsten für Untreue-Gedanken während ihres Eisprungs, was mit den Hormonen Östrogen und Testosteron zusammenhängen dürfte, die sich luststeigernd auswirken.

Der Monat Mai scheint für erstmalige Seitensprünge besonders geeignet zu sein, – womit dies zusammenhängt, ist noch nicht wissenschaftlich ergründet. Auch Seitensprung-Agenturen haben dort die meisten Aufträge.

Gründe, warum Männer einen Seitensprung begehen

Fragt man fremdgehende Männer, warum sie fremdgegangen sind, kommt in Umfragen fast einhellig das folgende Ergebnis:

  1. Unzufriedenheit mit Sexualleben: Mit der eigenen Partnerin gibt es zu wenig oder zu langweiligen Sex
  2. Einsamkeit: Paare, die weniger Zeit miteinander verbringen, sondern z.B. beruflich bedingt häufig getrennt sind, neigen eher zu Seitensprüngen
  3.  Pure Langeweile: Manchmal geschieht ein Seitensprung aus purer Langeweile
  4. Marktwert testen: Männer wollen sich beweisen und stolz darauf sein, auch von anderen Frauen begehrt zu werden
  5. Gleiches mit gleichem vergelten: Ein Teil der Männer geht fremd, weil sie das bei der Frau auch vermuten
  6.  Gelegenheit macht Liebe: Männer sind manchmal zu schwach, einer Gelegenheit „nein“ zu sagen und lassen sich zu einem Seitensprung hinreißen, den sie eigentlich gar nicht wollten.

Gründe, warum Frauen einen Seitensprung haben

Bei Frauen liegen die Prioritäten, warum es zu einem Seitensprung kommt, etwas anders als bei Männern. Liest man die Untersuchungen und Studien zu den Begründungen für Seitensprünge bei Frauen, ergeben sich die folgenden Ursachen für Untreue bei Frauen:

  1. Unzufriedenheit mit dem Sexualleben: Frauen ist der eigene Partner oft zu langweilig, der Sex zu eintönig, zu kurz, zu schnell, zu wenig abwechslungsreich
  2. Emotionale Nähe zum Partner fehlt: Frauen wünschen sich oft mehr Nähe zum Partner, mehr Einfühlungsvermögen, mehr Verständnis und mehr Zuhören
  3. Rachegelüste: Frauen, die betrogen worden sind, suchen häufig selbst einen Seitensprung
  4. Selbstbestätigung einholen: Frauen, die vom eigenen Partner zu wenig Anerkennung und Liebe erfahren, sondern nur noch im Haushalt und Tagesablauf funktionieren sollen, suchen sich Bestätigung für das Existieren als Frau und Sexualobjekt von außen

Seitensprung begangen – was nun? Beichten oder Schweigen?

Wer sich einmal zu einem Seitensprung hat hinreißen lassen, steht häufig vor der Frage, wie man damit am besten umgeht? Dem eigenen Partner den Vorgang beichten oder einfach totschweigen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal für alle Beziehungen beantworten, da es sehr von der Beziehung und der Emotionalität der Partner abhängt. Grundsätzlich ist ein Beichten des Seitensprungs vermutlich für viele Situationen die beste Variante, – aber nur dann, wenn er auch eindeutig und nachhaltig beendet worden ist. Aber auch in solchen Fällen muss man damit rechnen, dass der betrogene Partner einen verlässt. Manche Männer und Frauen können mit dem Wissen, betrogen worden zu sein, schlichtweg nicht leben. Gerade bei Frauen herrscht häufig ein Schmerz vor, dass die scheinbar heile Welt der Partnerschaft zerstört worden ist. Frauen und Männer können häufig nicht damit leben, gedemütigt worden zu sein, indem man hintergangen worden ist. Das Gefühl, körperlich und/oder sexuell nicht mehr attraktiv genug für den eigenen Partner gewesen zu sein, bleibt oft ein Leben lang.

Die Erkenntnis, dass auch der eigene Partner nur ein Mensch mit Fehlern und Schwächen ist, der auch einmal danebentreten kann und vielleicht aus „Gelegenheit macht Liebe“ schwach geworden ist, wird häufig von einem Gefühl von Schmerz übertüncht, der häufig zur Auflösung der Beziehung führt.

Wer das vermeiden möchte, kommt nicht umhin, den Seitensprung zu verschweigen, lebt aber ständig in der Angst, dass der Seitensprung irgendwann dem Partner begegnet und reinen Wein einschenkt. Sofern das nicht ausgeschlossen werden kann, ist es ratsam, den Seitensprung zu beichten und einzugestehen. Das macht dann nicht mehr erpressbar und man ganz beruhigt durch die Fußgängerzone laufen – ohne die Angst zu haben, dass zufällig der ehemalige Seitensprung um die Ecke kommt und den Partner zur Seite nimmt.

Anmerkung: Seitensprung männlich wie weiblich: Im obigen Text wurde teilweise aus Gründen der Lesefreundlichkeit darauf verzichtet, die männliche und weibliche Form zu verwenden. Tatsächlich gibt es Seitensprung und Untreue bei Männern und Frauen, wenngleich statistisch Männer häufiger dazu neigen, einen Seitensprung zu begehen.